Home  Kontakt  Impressum
    Biografie
 
Thomas Plötzer


Am 27.08.1968 kam ich
als letztes von vier Ge-
schwisterkindern auf die
Welt. Zu dieser Zeit sorg-
ten meine Eltern schon
eifrig dafür, dass aus uns
mal eine Musikerfamilie
wird, ...
... die (zumindest in Hilden) in die
Geschichte eingehen sollte: In un-
seren Kinderzimmern stapelten sich
alle möglichen Musikinstrumente,
von Blockflöten über Glockenspiele
bis hin zu Kindertrommeln.
Sehr schnell zeigte sich, dass diese
Taktik von Erfolg gekrönt war, denn
wir alle waren schon im Kindergar-
tenalter in der Lage, einfache Lieder
auf diesen Instrumenten zu spielen.
Oft haben wir uns Lieder selber
beigebracht, indem wir solange
probiert haben, bis wir die richtigen
Töne getroffen haben.

Als meine Eltern von
den Nachbarn ein
Klavier geschenkt be-
kamen, begannen die
ersten ernsthaften
Versuche, Musik zu
machen. Allerdings zu-
nächst nur für meine
Geschwister, denn ich
war erst ...
... vier Jahre alt und das war zu
dieser Zeit noch nicht das geeignete
Alter, um ein Instrument zu erlernen.
So schlugen sich meine Geschwister
2 Jahre lang mit einem Lehrer herum,
der während der Stunde seine
Leberwurstbrote und Thermoskanne
aus der Tasche holte und auch sonst
nicht sehr viel mehr tat, als die Stunde
so schnell wie möglich hinter sich zu
bringen. Ich ging meinen Eltern
währenddessen schwer auf die Nerven,
weil ich unbedingt auch Klavier lernen
wollte.

Als also zwei Jahre ver-
gangen waren, konnten
meine Geschwister die
Leberwurstbrote nicht
mehr ertragen und ich
war alt genug, endlich
Unterricht nehmen zu
dürfen. Wir bekamen
dann einen neuen Lehrer,
der meiner Schwester
und mir sieben Jahre
lang ein sehr guter Leh-
rer und Freund war. Bei
meinen Brüdern ist er lei-
der an einer seltsamen ...

... Klavierallergie gescheitert, die
sich darin ausdrückte, dass ihnen
bei jedem Klavierton der Geruch von
Leberwurstbrot und Kaffee in die
Nase stieg.
Ich selbst hatte allerdings großen
Spaß an meinem Unterricht und
kann mich sehr genau daran erin-
nern, dass alle Ansätze von mir,
frei zu musizieren, von meinem
Lehrer vollstens unterstützt wurden.
So wurde Musizieren für mich nicht
zur Pflichtaufgabe, sondern Spaß
und ich nahm jede Gelegenheit wahr.
Ich war im Kirchenchor, traf mich
mit einer Freundin, die Geige spiel-
te und spielte zu meinem Kassetten-
recorder.
Meine Brüder, die vier und fünf Jah-
re älter sind als ich, litten zwar an
dieser schrecklichen Allergie, sahen
darin aber keinen Grund, mit der Mu-
sik aufzuhören.
Im jüngsten Teenageralter begannen
sie, Schlagzeug und Gitarre zu
erlernen.

Das Ziel war natürlich,
eine Band zu Gründen,
welche auch kurze
Zeit später unter dem
Namen "Opus" den
ersten Auftritt hatte.
Für meine Entwick-
lung war ...
... diese Tatsache insofern relevant,
dass ich natürlich immer ein Mitglied
dieser Band werden wollte. Obwohl
wir inzwischen alle zu Berufsmusi-
kern geworden sind, ist jedoch nie
ein nennenswertes Projekt mit den
"Plötzerbrüdern" entstanden.
Da ich für meine Brüder noch zu klein
war, um bei ihrer Band mitzumachen,
startete ich meine eigenen Versuche.
Es begann mit einer "Beatles Revival-
Band" und einer "Teens Cover-Band",
die ich in der fünften Klasse auf dem
Gymnasium zusammenstellte.
Hierfür bastelten wir uns Instrumente
aus alten Kartons, Big Jim-Zubehör
und Federballschlägern und imitier-
ten die ungelenken Bewegungen des
Teenssängers Robby. (Oder wie hieß
der nochmal?)
Kurze Zeit später lernte ich endlich
die coolen Jungs aus der "c" kennen,
die (frisch ausgestattet mit E-Gitar-
ren, Schlagzeug und E-Bass) den
Bandnamen "Pazifistischer Ozean" in
alle Holzmöbel der Schule ritzten.

Mit dabei war Andre
Nendza, der gerade
anfing Bass zu spielen
und heute ...

... zur deutschen Jazzelite zählt.
Das war also meine erste Band, und
als wir merkten, dass wir unter dem
aktuellen Bandnamen niemals öffent-
lich auftreten können würden, da
sonst jeder erführ, wer die Schulmöbel
zerstört hat, änderten wir diesen in
"Osiris" um. (Man beachte die Paralle-
len zum Bandnamen meiner Brüder).
Andre und ich waren später die einzi-
gen, die am Ball geblieben sind, und
haben im Proberaumhaus Golla kon-
sequent an einer Karriere als Popstar
gearbeitet.
Unsere Vorbilder waren damals Level
42, Nick Kershaw, Howard Jones,
Kaja Goo Goo, etc.

Dass wir am Ball ge-
blieben sind, haben
wir unter anderem
auch der Tatsache zu
verdanken, dass ...
... unsere Schule alles dafür getan
hat, engagierten Musikern ein Forum
zu bieten. Es gab jedes Jahr ein gro-
ßes Jazzkonzert, ein Klassikkonzert,
welches regelmäßig auf Platte ge-
presst wurde, und eine Theaterauf-
führung, die von einer Liveband mit
Eigenkompositionen unterstützt
wurde.
Diese "Bühnen" bescherten uns die
ersten Erfolgserlebnisse, welche der
Motor für unsere weiteren Bestrebun-
gen waren.

Ende der 80er Jahre
gründeten wir die
erste Band, die über
den Tellerrand der
Schule hinausguckte:
"Off Spring" ...

... (komisch, irgendwie hab ich diese
ganzen Bandnamen auch schon mal
woanders gehört) bestand u.a. aus
Andre Nendza, Phillip v. Endert (der
ebenfalls jetzt zur deutschen Jazzelite
zählt) und Michael Hennig, dem ich
noch heute auf vielen Baustellen be-
gegne.
In unserem Hochmut erschienen uns
unsere Bemühungen in der Popmusik
zur der Zeit zu profan, und so orien-
tierten wir uns eher an den Größen
der Fusionmusik wie z.B.:
Chick Corea, Weather Report, John
Scofield, Pat Mettheny, etc.
Trotz der, gemessen an den beschei-
denen Fähigkeiten, hohen Ansprüche
waren die musikalischen Ergebnisse
schon ganz beachtlich. Deswegen
warfen wir auch nicht gleich die Flin-
te ins Korn, sondern begannen hart
an unseren musikalischen Fähigkeiten
zu arbeiten.

Unter anderem nahmen
wir regelmäßig an den
Kursen der "Akademie
Remscheid" teil, welche
von recht berühmten
Musikern der Szene ge-
leitet wurden:
Theis van Leer,
Walter Norris,
Jasper van´t Hof,
Nippy Noya,
Christoph Spendel etc.





... 1990 trennten sich unsere Wege.
Bei der Suche nach einer geeigneten
Jazzhochschule verschlug es jeden
von uns in eine andere Stadt, und so
orientierte sich jeder neu. Ich persön-
lich konnte mit der "Jazzattitüde" an
der Hochschule wenig anfangen und
kehrte, beeinflusst durch meine Brü-
der, zur Popmusik zurück.
So spielte ich unter anderem mit
meinem Bruder Piid in der Gruppe
"Groove Congress". Auch Dal Martino
(b), der heute bei Wolf Maahn und
"Trance Groove" bekannt ist, spielte
dort mit.
Unsere Highlights waren Auftritte im
Vorprogramm von "Rodgau Mono-
tones" und "La Toya Jackson".
Außerdem fungierten wir als Begleit-
band für den Schauspieler "Mario Irrek",
mit dem wir u.a. im Vorprogramm der
"Toten Hosen" spielten.
Wir alle haben in diese Band damals
große Hoffnungen gesetzt, da Mario
Irrek ein Angebot der Majorfirma EMI
hatte. Es wurde sogar schon ein hoch-
budgetiertes Demo in den Studios der
EMI produziert, aber als die Bosse
erfuhren, dass Mario noch seinen Zivil-
dienst leisten musste, platzte der Deal.
Mit meinem Bruder Roman spielte
ich in der Band  „DV 8“, deren Bandlea-
der der Schlagzeuger "Charlie T."
(M.M. Westernhagen) war. Außerdem
lernte ich an der Hochschule einen
Gitarristen kennen, der eine ähnliche
Einstellung zur Musik hatte wie ich.
Der Zufall wollte es, dass Andreas
Schleicher in der Nähe meiner Heimat-
stadt wohnte (und das, obwohl die
Schule in Holland war), und so stieg ich
kurze Zeit später in die Soulcoverband
"Happy Betty and the Bottrop Horns"
ein, deren Gitarrist Andreas war.
Dort lernte ich dann auch Oliver Hanf
kennen, den späteren Bandleader der
"Jim Rockford Band", in der auch ich
öfter ausgeholfen habe.

Diese Band hat im Laufe
der Zeit einige namhafte
Sänger und Sängerinnen
aus dem Pop und Musical-
bereich begleitet: u.a.
Dennis Lee Gree,
Anita Davis, u.v.m. ...

... Durch das Studium wurde ich aller-
dings auch immer wieder zum Jazz
verleitet, und so kam es, dass ich für
eine ganze Weile festes Mitglied der
Fusiongruppe "5 Valentines" wurde, in
der damals der heutige Trompeter der
"TV-Total-Band", Florian Beckmann,
spielte.

Ebenfalls traf ich mich ab
und zu mit Phillip van Endert,
der zu der Zeit in Boston
studierte, zu Recording-
sessions, wenn er gerade in
Deutschland war.
Mit dabei war meistens der
Bassist der "Cultured Pearls",
Peter Hinderthür.
Zwischendurch sammelte ich erste Er-
fahrungen im Musicalbereich bei der
Produktion"Linie 1" von der Bühnenge-
meinschaft Krefeld und Mönchenglad-
bach. 1992 nahm ich an einer Audition
für eine Band aus dem Ruhrgebiet teil.
Nach ersten sehr positiven Reaktionen
bekam ich am Ende doch eine Absage,
da mich mein Nachfolger bei der Audi-
tion ausstechen konnte.
Das war jedoch entscheidend für mei-
ne Karriere.

Die Mitglieder der Band
besorgten mir als Ent-
schädigung einen Job
beim Bochumer Musical
"Starlight Express".
Die dadurch geknüpften
Bekanntschaften waren
der Grundstein für alle
weiteren Engagements,
die ich seitdem hatte.
Immer noch Student an
der "Hogeschool voor de
Kunsten" in Arnheim,
wurde ich ...






















... nun mehr und mehr an den Profi-
musikerzug angekoppelt und befand
mich in der Zwickmühle zwischen
Studium und Beruf.
Als ich 1994 eine Prüfung an der
Hochschule unter zweifelhaften Um-
ständen nicht bestand, beschloss ich
das Studium sausen zu lassen.
Kurze Zeit später nahm ich noch ein-
mal privaten Klavierunterricht bei
Cristoph Spendel und Peter Walter,
der mir in vielen Dingen die Augen
geöffnet haben. Dieser Unterricht war
so intensiv, dass ich das Gefühl hatte,
in Arnheim vier Jahre lang umsonst
studiert zu haben.
Seit dieser Zeit nahm ich an einer
Menge musikalischer Projekte teil. So
spielte ich eine Zeit lang fest in der
Band von Toni Putrino, einem Italo-
Australier, der die Ramazotti-Wer-
bung gesungen hat (Tu mi Piaci). Zu
den Mitgliedern zählten u.a. Herb
Quick und Dal Martino.
Ich hatte einige Fernsehauftritte mit
Stars wie Bastiaan Raagas (Caught
in the Act) und Christian Wunderlich
(Verbotene Liebe), als Vertretungsmu-
siker oder bei einmaligen Projekten
Live-Auftritte mit "Farfarello", "Fresh
Family", "Peter Bursch" u.v.m.
Außerdem habe ich noch in weiteren
Musicals wie z.B.:
"Ivo Superstar" (Phantasialand),
"Saturday Nightfever" (Köln),
"Stars in Concert" (Essen),
"Fellini Fellini" (Gelsenkirchen)
gespielt.
Im Jahre 2001 war ich für einige Zeit
festes Mitglied der Band "Tribehouse".
Diese Band wurde geleitet von dem
Kölner Gitarristen Oliver Döring. Mit
dabei waren: Peter Funda dr. ("Der
Wolf") und Mike Holland b. Leider ist
diese Band nach den ersten Erfolgen
im Sande verlaufen, allerdings ist ei-
ne schöne Studio- und Live-CD dabei
herausgekommen.
2005 spielte ich für kurze Zeit in der
Band "Indian Summer" mit der "Unter
Uns"-Schauspielerin Petra Gumpold. ~


Zurzeit arbeite ich bei folgenden Projekten:

- "Starlight Express", Bochum (1. Piano, seit 1992)
- Seit 99 Mitglied der Cover Rock Band Flieger »
- "Tatort Dinner" Dinner-Event-Show
- "Birgitt Theiss" Dinner Musik
- „Bröselmaschine“ Rockband mit Peter Bursch
- „Katharina Leisinger“ Dinner Musik

Home  Impressum  Kontakt  Aktuelles  Galerie  Biografie  Unterricht  Equipment  Credits
©Thomas Plötzer 2006 - webdesign Dirk Rosenbaum dirosen.de